librizid

Librizid

Li|bri|zid der, (lat.): Umfangreiche Vernichtung (eig. Tötung) von Büchern.

Der Schriftsteller und Publizist Karl Markus Gauss, behauptet, dass wir in einer Zeit des großangelegten Librizids leben; der planmäßigen und kostenpflichtigen Vernichtung von Büchern. „Man kann davon ausgehen, dass gleich viel Bücher vernichtet wie gekauft, gelesen, in Bibliotheken, privaten wie öffentlichen, aufgenommen werden“. Durch den rapiden Wertverfall der Bücher sähen sich Verlage mittlerweile gezwungen, nicht verkäufliche Lagerbestände zu Papiermaschee einstampfen zu lassen. Die Überproduktion von Büchern und deren rapider Wertverfall nach ihrem Verkauf führten zwangsläufig zu deren Vernichtung. Auch öffentliche Bibliotheken seien eher daran interessiert, vorhandene Bücher zu digitalisieren als neue Bestände in ihre Sammlung aufzunehmen. Zu diesem Librizid käme auch noch die planmäßige Vernichtung von großen Bibliotheken im Krieg hinzu.

Referenzen:
Vom Verschwinden der Bücher, abgerufen am 12/01/2026
Deutschlandfunk: Übers Büchersammeln , abgerufen am 12/01/2026


Inv.Nr. 007

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  • Zuletzt geändert: 12.01.2026 21:11
  • von tinderness