Libertäre Autokraten
Li|ber|tä|re Au|to|kra|ten (lat.): Personen, die ihre persönliche Freiheit absolut setzen.
Es existieren die alten libertären Denkschulen, die ausführlich auf Wikipedia diskutiert werden. Ihnen allen gemein ist, dass sie die individuelle Freiheit als höchsten politischen Wert sehen. Liberale Parteien sehen sich aber immerhin noch als Bestandteil modernen Demokratien, die sie anerkennen. Der libertäre Autoritarismus1) hingegen will die individualle Freiheit nicht durch soziale Beschränkungen gefährdet wissen und setzt all jene, die eine anderen Freiheitsbegriff verträten herab, indem sie diesen nicht anerkennen. Diese Form der aggressiven Herabwürdigung macht sie zu libertären Autoritären. Ihre Charakteristika sind: Ablehnung des modernen Staates, von Multikulturalismus, Solidarität und Inklusionspolitik, das sie als „Wokeness“ bezeichnen und diskriminieren. Libertäre Autokraten phantasieren einen feindlichen Mainstream, der sie durch „Wokeness“ und „wissenschaft in ihrerem politischen Wirken behindert. Die sgn. libertäre Revolution der Broligarchie in den USA versucht in einer Mischung aus Menschenverachtung, Ablehnung des Sozialstaates und dem Glauben an Verschwörungstheorien diese Zielsetzungen durchzusetzen.
Libertäre, Trumpisten, Rechtsradikale, Autokraten, Oligarchen, Superreiche und Klimawandelleugner: eine sich schon lange angleichende Melange.
(Bernd Schreyer, Bluesky, 16/2/2025)
Referenzen:
Blätter: Libertär und Autoritär, abgerufen am 14/12/2025
Wikipedia Eintrag für Libertarismus, abgerufen am 14/12/2025
Inv.Nr. 029